Psychologische Therapie mit hypnosystemischer Haltung

Sich selbst begegnen. Wandel ermöglichen. 

Manchmal geraten wir in innere Zustände, die sich schmerzhaft, überwältigend oder lähmend anfühlen. Besonders herausfordernd wird es, wenn unwillkürliche Prozesse – wie Herzklopfen bei Angst, innere Unruhe, Grübelschleifen oder Erschöpfung – über längere Zeit anhalten oder immer wieder unkontrolliert auftreten. Dann entsteht oft das Gefühl, dem eigenen Erleben ausgeliefert zu sein.

In der hypnosystemischen Therapie verstehen wir solche Symptome nicht als Defizite, sondern als Ausdruck innerer Prozesse mit einer eigenen Logik – oft verbunden mit Bedürfnissen, die bislang keinen Ausdruck finden konnten. Symptome können als Lösungsversuche von inneren Anteilen betrachtet werden: Strategien, die in einem früheren Kontext hilfreich waren, heute aber zur Belastung werden.

Das hypnosystemische Konzept wurde von Dr. med. Gunther Schmidt entwickelt – aus der Verbindung zweier kraftvoller Ansätze: der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie nach Milton H. Erickson und der systemischen Therapie, wie sie u. a. in der Heidelberger Schule um Helm Stierlin entstanden ist. Ich durfte diesen Zugang an der sysTelios Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Siedelsbrunn bei Gunther Schmidt in seiner ganzen Wirksamkeit erleben und vertiefen – an einem Ort, der im deutschsprachigen Raum als führend in der praktischen Umsetzung hypnosystemischer Konzepte gilt.

Hypnosystemisches Arbeiten bedeutet für mich Menschen dabei zu begleiten, ihre innere Beziehung zu belastenden Erfahrungen, Gefühlen oder Symptomen neu zu gestalten. Die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen. Ressourcen (wieder) zugänglich zu machen. Und neue, stimmige Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Mögliche Anliegen in einer Therapie


  • Erschöpfung, chronischer Stress oder das Gefühl, „nicht mehr zu können“


  • Angstzustände, Panikattacken, Zwänge oder depressive Verstimmungen


  • psychosomatische Beschwerden wie chronische Schmerzen, Schlafstörungen oder körperliche Reaktionen auf Stress (z. B. Kopfweh, Haut, Magen)


  • Unsicherheiten im Selbstwert oder in der Selbstbeziehung


  • belastende oder traumatische Erfahrungen sowie alte Verletzungen, die nachwirken 


  • Begleitung bei Lebensumbrüchen, medizinischen Diagnosen oder Verlusterlebnissen


  • Beziehungs- und Bindungsthemen, Konflikte oder wiederkehrende Beziehungsmuster 


  • Orientierung im Kontext von Autismus oder AD(H)S sowie anderen neurodivergenten Erlebensweisen


  • Fragen zu Identität, Zugehörigkeit, sexueller Orientierung oder Gender (z. B. Coming-Out, trans* oder nicht-binäre Identität)


  • Themen im Jugendalter: Schulvermeidung, soziale Rückzugsphasen, Druck im schulischen oder familiären System, Übergänge in neue Lebensabschnitte 


Ich arbeite vielfaltsbewusst – Themen wie Neurodivergenz, queere Identität oder andere Erfahrungen außerhalb gesellschaftlicher „Norm“ haben hier genauso Platz wie alltägliche Lebensfragen.

Wie ich arbeite

In der hypnosystemischen Therapie geht es nicht nur darum, Symptome zu lindern – sondern darum, einen bewussteren, freundlicheren Umgang mit dem eigenen Erleben zu entwickeln. Die Methoden, mit denen ich arbeite, orientieren sich dabei an Ihrem Anliegen, Ihrem inneren Erleben und Ihrem Tempo.

Je nach Thema können wir zum Beispiel:

... Skills und Werkzeuge zur Selbstregulation erarbeiten – für mehr Stabilität im Alltag und in akuten Belastungssituationen

... mit inneren Anteilen arbeiten – um belastende Muster zu verstehen, das „Erwachsenen-Ich“ zu stärken oder neue Selbstzugänge zu entwickeln

... hypnotherapeutische Methoden wie Trance- und Imaginationsprozesse nutzen – um mit unwillkürlichen, oft unbewussten inneren Bildern und Körperempfindungen in Kontakt zu kommen

... über Aufstellungen oder Symbolarbeit neue Perspektiven auf Beziehungen oder innere Konflikte gewinnen

... mit achtsamkeits- und körperorientierten Methoden Spannungen regulieren und Selbstwahrnehmung stärken

... Sprache, Metaphern und kreative Zugänge nutzen – um Veränderungsprozesse erfahrbar zu machen

Ablauf & Kosten

Das Erstgespräch dauert 50 Minuten und findet online oder in meiner Praxis statt. Dabei nehmen wir uns Zeit für Ihr Anliegen, nehmen erste Impulse auf und prüfen gemeinsam, ob eine Zusammenarbeit für beide Seiten stimmig ist. Die Einheit wird zum regulären Tarif von € 110 verrechnet. 


Ich gestalte meine weiteren Therapieeinheiten flexibel: Je nach Thema dauert eine Einheit in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten – zum Beispiel, wenn wir uns gerade in einer Trance oder einem vertieften Prozess befinden. 

Kostenrückerstattung

Seit dem 01.01.2024 ist eine Teilrückerstattung durch die gesetzliche Krankenkasse für die klinisch-psychologische Therapie bzw. Behandlung möglich. Je nach Kasse werden bei Vorliegen einer ärztlichen Überweisung derzeit etwa € 33 bis € 50 pro Einheit übernommen. Viele private Zusatzversicherungen tragen zusätzlich einen Teil oder sogar den Großteil der Kosten. Selbstständige können außerdem den SVS-Gesundheitshunderter einlösen. 


Bitte informieren Sie sich bei Ihrer jeweiligen Versicherung – oder schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen haben.